„Auf der Suche nach Schönheit“ Arbeiten der Leipziger Malerin Tatjana Meier

Eröffnung am 2. Dezember 2017 um 18:00 Uhr als Vorprogramm zur monatlichen Samstagabendveranstaltung dieses Bürgervereins

© Tatjana Meier (Foto privat)

Die 1973 im heutigen Russland geborene und seit 1996 in Deutschland lebende Künstlerin ist durch mehrere Kulturen geprägt. „Russische Seele, deutsche Ordnung im großen Sinne, italienische Freude am Leben, das ist eine Komposition, die ich in mir trage, die mich ausmacht  und die ich in meiner Kunst nach außen tragen möchte…In meiner Kunst verbinde ich meine russischen Wurzeln mit dem deutschen Alltag und meiner Leidenschaft für Italien.“ Tatjana Meier ist europäisch und interkulturell, auch sprachlich. Sie spricht Russisch, Deutsch, Englisch und Italienisch. Sie ist auf der Suche nach Schönheit:  „Ich möchte gern das Schöne, das Intelligente, das schwer Vorstellbare festhalten.“

 

©”Calendula”, 2017, Öl auf Leinwand, 100 x 130 cm

Und sie hat einen weiten Begriff von Schönheit: „Farben, Gedanken. Heldentaten, Kraft, Feuer, Liebe. Harmonie von verschiedenen Formen des Lebens auf diesem Planeten.“ Ihre Arbeiten – sie malt gern in thematischen Bilderreihen – spiegeln diese weite Sicht wider. In Gödelitz zeigt sie vorwiegend Beispiele aus den Reihen „Blumen“, „Klaviere“, „Masken“, „Italien“ und „Danko“ (nach Maxim Gorkis Erzählung „Die alte Isergil“).

Tatjana Meier ist bereits in ihrer Kindheit über Bücher zum Malen gekommen. Und oft sind ihre figürlichen Arbeiten von Literatur oder Mythen beeinflusst. Dann ist der Deutungsspielraum  der Betrachter besonders groß, ist ihre Phantasie besonders gefragt.

© „Tanz in der Nacht“, 2008, 60 x 80 cm, Öl auf Leinwand

Tatjana Meier malt gegenständlich, aber nicht naturalistisch. Ihre Bilder sind bewusst komponiert. Formen und Farben werden verfremdet. Wirklichkeit und Phantasie greifen ineinander. Tatjana Meier arbeitet am liebsten mit Ölfarben auf Leinwand. Sie praktiziert eine breite Farbpalette, kräftige Töne herrschen vor. Die Farbflächen werden mit klaren Linien begrenzt.

©„Klavier V“, 2012, 70 x 50, Öl auf Leinwand

Tatjana Meier hat Mut zum Schönen. Neben inhaltlichen Anregungen wollen ihre Bilder auch einen ästhetischen Genuss verschaffen. Als Künstlerin sowie als ausgebildete Lehrerin möchte sie einen Sinn für das Schöne vermitteln: Man soll Schönes wahrnehmen und nicht übersehen. Man soll Schönes genießen und sich dafür Zeit nehmen. Man soll Schönes schätzen und bewahren.

Tatjana Meier hat Freude am Schönen, und sie möchte diese Freude an die Betrachter ihrer Bilder weitergeben.